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NEWS:

Der Lehrplan 21 als Burn-Out-Treiber? (Brief Nr. 2 an die Lehrpersonen)

Der Lehrplan 21 ist eine Bildungsbremse (Medienmitteilung)

Brisant: Lehrplan 21 wird der Wirtschaft schaden. (Brief an die Solothurner Wirtschaft)

VERANSTALTUNG:

Podiumsdiskussion Initiative
"Ja zu einer guten Volksschule - ohne Lehrplan 21"

26. April 2017, 20-22 Uhr
Solothurn, Säulenhalle im Landhaus
(Apéro am Schluss)

PRO INITIATIVE:
René Steiner, Co-Präsident Komitee, EVP, Olten
Alain Pichard, Oberstufenlehrperson, glp, Biel
Raimund Baumgartner, CEO, CWA Constructions SA, Olten

CONTRA INITIATIVE:
Beat Zemp
, Zentralpräsident des Schweizerischen Lehrerverbandes
Dagmar Rösler, Präsidentin des Solothurner Lehrerverbandes
Remo Ankli, Regierungsrat SO

KONTAKT:

Kantonales Komitee
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21
4600 Olten

Tel. 079 338 48 38
E-Mail: info@so-ohne-lp21.ch
Web: www.so-ohne-lp21.ch

SPENDEN:

Konto: Regiobank Solothurn
BC-Nr.: 8785
IBAN: CH16 0878 5045 9424 6214 5
Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21

Lehrplan 21 ist eine Bildungsbremse!

Die Medienkonferenz des Pro Komitees zum Lehrplan 21 ist sehr entlarvend. Wir erinnern uns: eigentlich sollte der Lehrplan 21 die Deutschschweizer Schulen inhaltlich harmonisieren. Der Schulwechsel über die Kantonsgrenzen sollte vereinfacht werden. Das - und nur das - war der Auftrag, den der Lehrplan 21 erfüllen sollte. Doch davon spricht das Pro Komitee kaum. Stattdessen macht man Werbung für die sogenannte „Kompetenzorientierung“. Scheinbar hat sich das Projekt Lehrplan 21 dermassen verselbständigt, dass es nicht mehr um den ursprünglichen Auftrag des Schweizer Volkes zur Harmonisierung geht, sondern um eine weitere Reform. Die Bildungsbürokratie lässt grüssen.

Der Lehrplan 21 bringt eben gerade keine Harmonisierung

Das grösste lehrplanbedingte Mobilitätshindernis in der Schweiz ist die Frage, welche Fremdsprache zuerst erlernt wird. Gerade in diesem Punkt wird durch den Lehrplan 21 nicht harmonisiert, sondern die fehlende Kompatibilität noch zementiert. Und durch das Abschaffen der Jahrgangsziele wird sogar der Umzug im eigenen Kanton erschwert, geschweige denn über die Kantonsgrenzen hinaus!

Kompetenzorientierung wirklich verstanden?

In seinen Statements legt das Pro Komitee zudem einen frappanten Mangel an Verständnis an den Tag, was Kompetenzorientierung überhaupt bedeutet. Als ob es mit dem „alten“ Lehrplan darum ginge „nur zu büffeln“ oder „nur Wissen zu verinnerlichen“. Und jetzt dank Lehrplan 21 geht es endlich darum, dass Schüler/innen auch etwas können. Das ist eine Karikatur dessen, was viele engagierte Lehrpersonen bisher geleistet und gemacht haben! Kompetenzorientierung bedeutet im Kern ein Wechsel vom lehrerzentrierten zum schülerzentrierten Unterricht. Die Lehreperson wird zum Coach, der Lernumgebungen gestaltet, in denen die Schüler selbstgesteuert Kompetenzen entwickeln sollen. In aktuellen Lehrplan 21 Weiterbildungen im Kanton Solothurn wird den Lehrpersonen gesagt: wer ein Experte im Unterricht à la Lehrplan 21 ist, bei dem werden Themen individuell eingeführt, erarbeitet und geprüft. Eine Illustration der PH Zürich zu kompetenzorientiertem Unterricht illustriert das:

So verwundert es nicht, dass es im Kanton Solothurn bereits Schulen gibt, in denen Kopfhörer verteilt werden, weil der Geräuschpegel so laut ist, dass an konzentriertes Arbeiten nicht mehr zu denken ist. Und die empirisch sehr breit abgestützte Hattie Studie belegt: das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was erfolgreiches Lehren und Lernen ausmacht. In verschiedenen Ländern wird schon über 10 Jahre so unterrichtet. Vergleicht man die Kompetenz der Schüler/innen vor und nach diesem Paradigmenwechsel, zeigt sich ganz deutlich: diese Art des Unterrichts ist eine Bildungsbremse. Er bringt am Ende nicht mehr sondern weniger Kompetenz.

Der Lehrplan 21 wird zum Rohrkrepierer

So wird der Lehrplan 21 zum Rohrkrepierer. Er hilft Familien eben gerade nicht beim Umzug in einen anderen Kanton. Und wie der Praxistest zeigt, wird er mit seiner radikalen Kompetenzorientierung die Leistungsfähigkeit des Systems Schule schmälern. Wer also keine Bildungsbremse will, der stimmt JA zu einer guten Volksschule OHNE Lehrplan 21.

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Vertreter des Komitees gerne zur Verfügung

Nicole Hirt
René Steiner

18.01.2017